Projekt "ExWoSt"

Projekt "ExWoSt" (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau): Einbindung von Migrant/innen und Migrantenorganisationen in Prozesse der Stadt(teil)entwicklung und Stadtteilkommunikation
2010 bis März 2012

Im kommunalen Integrationsprogramm der Stadt Nürnberg wird die Integration von Migrant/innen als zentrale kommunalpolitische Aufgabe definiert, die als Querschnittsaufgabe alle Bereiche kommu­nalen Handels betrifft. Die vom Stadtrat beschlossenen Leitlinien der Integrationspolitik enthalten auch den Anspruch, möglichst viele gesell­schaftliche Gruppen an den Integrationsprozessen zu beteiligen und im Zuge dieses Prozesses bür­gerschaftliches Engagement zu fördern.

Bezogen auf die in der Stadt aktiven Migrantenselbstorganisationen wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Einbeziehungsmaßnahmen auf gesamtstädtischer Ebene realisiert (Hearing im Rathaus, Gesprächsreihe „Migrantenvereine und Verwaltung im Gespräch“, Fortbildungsreihe „Vereinspraxis von A bis Z“ usw.). Auf der Stadtteilebene sind Migrantenvereine seit langem regelmäßige Nutzer der Kulturläden und aktiv in Stadtteilfesten u.ä. eingebunden. Eine systematische und gezielte Einbindung in Prozesse der Stadtteilentwicklung und –kommunikation existiert jedoch noch kaum.

Hier setzt das Projekt an, das vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgewählt wurde, um einschlägige Verfahren und Konzepte zu erproben.

Erfahrungen sollen dabei in zwei Stadtteilen mit sehr unterschiedlichen Rahmen­bedingungen gewon­nen werden: Im Stadtteil Langwasser existieren als Ergebnis der 3-jährigen Arbeit der Stadtteil­koor­dination eingeführte Kommunikationsstrukturen, die durch das Projekt für Migranten interkulturell aufgewertet werden sollen. Der Stadtteil Muggenhof wiederum ist bekanntermaßen momentan einer hohen Dynamik unterworfen, die sich in wegbrechenden Arbeitsplätzen, aber auch dem Aufbau von stadtteilkulturellen Angeboten und einer Stadtteilkoordination sowie einem hohen Mitwirkungs­interesse von Migranten­vereinen ausdrückt.

Den Abschlussbericht (Zusammenfassung) finden Sie hier (PDF 141 KB)

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