Erstklassiges Spielverständnis beim KUF: Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur

Die Akademie ist seit Oktober 2004 am Ball und begreift Fußball als wichtigen Teil der Alltagskultur. Auf dem weiten Feld zwischen Sportteil und Feuilleton hat sie ein neues, bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum etabliert. Neben der DFB-Kulturstiftung ist sie heute die zentrale Anspielstation für kulturelle Fragen rund ums Spiel – und zum Akademie-Kader stoßen immer wieder neue Talente.

Die Akademie wird getragen von der Stadt Nürnberg in engem Zusammenspiel mit den Gründungspartnern kicker-sportmagazin und Hauptsponsor „easyCredit“/TeamBank. Spitzenvertreter dieser drei Partner bilden das Akademie-Präsidium. Es ist zuständig für die Berufung neuer Akademie-Mitglieder und entscheidet über die großen Linien auf den diversen "Spielfeldern". Das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg (KUF) ist für die Geschäftsführung verantwortlich.

Seit dem „Testspiel“ im Oktober 2004 und dem Aufeinandertreffen von Schily, Stoiber, Bierhoff, Breitner, Priol, Horst-Eberhard Richter u.v.a. standen immer wieder reizvolle Begegnungen auf dem Programm, zum Beispiel:

  • 2005 bei „Fußball und Nation“ mit den Bundestrainern Jürgen Klinsmann, Jogi Löw und Andreas Köpke;

  • 2006 mit den Themen „Fußball im Nationalsozialismus“, „Frauen, Männer und der Fußball“ und einem spielstarken WM-Kulturprogramm;

  • 2007 das Gastspiel der Deutschen Autorennationalmannschaft „AutoNaMa“ im Theater und auf dem Platz;

  • 2008 zur Alpen-EURO ein EM-Fangarten und die neue Lesungsreihe „Kaltblütig verwandelt“ mit namhaften Fußballautoren und Kabarettisten.

  • Seit 2009 sind mit den „Nürnberger Gesprächen zur Fußball-Kultur“ und der Talkreihe für Nostalgiker "Weißt du noch, damals ...!?" mit Helden und Haudegen der Fußballgeschichte zwei weitere Programmreihen am Start.

  • 2010 gab’s in Kooperation mit der DFB-Kulturstiftung ein großes „double feature“ mit Foto-Ausstellung und Fußball-Filmfestival zur WM am Kap.

  • 2011 stand die Frauenfußball-WM in Deutschland im Mittelpunkt und in der neuen Akademie-Reihe „Spiel ab!“ waren erstmals besondere Fußballfilme zu sehen.

  • 2012 war die EURO in Polen und der Ukraine zentrales Thema, bei Poetry Slam, Foto-, Antidiskriminierungs- und Kunstaustellungen bis hin zu Vorträgen, Lesungen und dem Public Viewing. Wichtig auch: das Podium „Botschafter Fußball“ zur Entwicklung der israelisch-deutschen Beziehungen nach dem 2. Weltkrieg.

In der Spielzeit 2012/2013 lag ein Akzent des Akademieprogramms auf der Beteiligung an der großen politischen Bildungsreihe „Anne Frank in Nürnberg“. Bundesweite Beachtung fanden das Podium „Fans und Sicherheit in deutschen Stadien“ oder die erstmalige Verleihung der Preise „Deutscher Fußball-Botschafter“ in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Berliner Initiative an Holger Obermann, Dettmar Cramer und Sami Khedira.

Die Akademie kooperiert zudem regelmäßig mit Einrichtungen und Initiativen von Berlin bis Irsee und Tutzing. Auf www.fussball-kultur.org bietet sie tagesaktuell Termine, Hintergründe, Zusammenhänge und Unterhaltsames für Fans wie "Akademiker", unter anderem mit einem einzigartigen Überblick zu Fußball-Kulturprogrammen im ganzen Land.

Höhepunkt im Jahresprogramm der Akademie ist der seit 2006 alljährlich im Herbst verliehene Deutsche Fußball-Kulturpreis – mit Auszeichnungen für das beste Fußballbuch, den Fußballspruch des Jahres und den Gewinner des Fußball-Bildungspreises„Lernanstoß“. Ein jährlich wechselnder Preis würdigt zudem unterschiedliche Felder des Fan-Engagements, wie den Fangesang (2007), das Fußball-Gesellschaftsspiel (2008), das Fanzine (2009), das Fan-Video (2010), die Fan-Choreografie (2011), Fan-Song des Jahres (2012) oder zuletzt der Fußball-Comic des Jahres. Krönender Abschluss der sportiven Preis-Gala in der Nürnberger Tafelhalle ist traditionell die Verleihung des Walther-Bensemann-Preises, dessen Träger bis dato die Legenden Franz Beckenbauer (2006), Alfredo Di Stéfano (2007), Bernd Trautmann (†) (2008), César Luis Menotti (2009), Otto Rehhagel (2010), Sir 'Bobby' Charlton (2011), Uwe Seeler (2012) und Günter Netzer (2013) sind.

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