Trauer um Michael Popp

Michael Popp, Gründungsvater des KOMM und ehemaliger Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit ist am 27. November 2017 verstorben. Wegbegleiter/-innen, Freunde und ehemalige Kolleginnen und Kollegen trauern um einen großartigen Menschen und kulturellen Wegbereiter für Nürnberg. Mit ihm verliert Nürnberg einen der über Jahrzehnte engagiertesten Kämpfer für die Gedanken der Soziokultur.

Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München kam Michael Popp 1968 zurück nach Nürnberg, wo er 1942 geboren wurde. Als Kunsterzieher trat er zunächst eine halbe Stelle an der Peter-Vischer-Schule an, mit der anderen Hälfte baute er das Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum (KPZ) auf.

Durch seine USA und Schweden Reisen veränderte sich Popps Kulturverständnis hin zu mehr Bürgernähe und Alltagskultur. Das leerstehende und zum Abriss bestimmte Künstlerhaus bot sich 1973 für einen Probelauf eines neuartigen Kommunikations- und Kulturzentrums an. Es entstand über die Jahre eine lebendige, vielfältige Kultureinrichtung in Selbstverwaltung mit bundesdeutschem Vorbildcharakter, die er bis 1987 leitete. Der ehemalige Kulturreferent Prof. Dr. Hermann Glaser entwickelte dazu seine Theorie der „Soziokultur“. Das KOMM und damit ein neues Kulturverständnis waren geboren. Von 1987 bis 2000 leitete Michael Popp das Amt für Kultur und Freizeit. Ausgleich zum Kulturverwaltungsalltag fand er in der Ausstellungswerkstatt im KOMM als kreative Nische. Im Sommer 2017 zeigte eine Ausstellung zu seinem 75. Geburtstag sein künstlerisches Schaffen im Kulturladen Almoshof. 

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