Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden

Fränkischer Preis für junge Literatur

Mit dem „Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden“ soll der literarische Nachwuchs Mittelfrankens gefördert und durch die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb zu weiterem literarischem und künstlerischem Schaffen ermuntert werden. Zugleich soll ein Bild der Ausdrucksfähigkeit sowie des thematischen Interessenfeldes der schreibenden jungen Generation gewonnen werden. Jeweils bis Ende Januar können junge Autorinnen und Autoren von 16 bis 30 Jahren ihre Prosatexte und Gedichte zur Teilnahme am jährlichen Wettbewerb einreichen. Für gelungene Prosa oder Lyrik gibt es Preisgelder in der Gesamthöhe von 1.500 € zu gewinnen.
Der Schreibwettbewerb ist eine gemeinsame Initiative des Kulturzentrums KUNO e.V. und der Kulturläden der Stadt Nürnberg. Weitere Informationen zum Literaturpreis gibt es beim KUNO e. V.

Alte Bekannte und neue Gesichter

Das Ergebnis des 31. Literaturpreises steht fest. Näheres in Kürze.

Pakete am Ende der Welt

30. Fränkischer Preis für junge Literatur – Jubiläums-Auszeichnungen für eine Frau und vier Männer

Eine 29-jährige Nürnbergerin war die einzige Frau unter den Ausgezeichneten und zugleich Gewinnerin des mit 700 € dotierten 1. Preises: Anja Gmeinwieser überzeugte die Jury beim 30. Fränkischen Preis für junge Literatur (Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden) mit ihrer ideenreichen, kafkaesken Kurzgeschichte „Ganz weit Richtung Rand und dann links“. Darin erzählt sie von den merkwürdigen Erlebnissen zweier DHL-Paketboten im verlassenen Irgendwo des Bayerischen Waldes. Da die Preisträgerin sich zum Zeitpunkt der Preisverleihung in China aufhielt, wurde sie durch Larissa Crema vertreten.
Die weiteren Preisträger sind der 26-jährige Kevin Höhn aus Puschendorf mit seiner dystopischen Utopie „KLIPPA“ (2. Preis, 500 €) und der 27-jährige Nürnberger Martin Dost mit „Rand (I.-III.)“, drei Skizzen über Menschen am Rande der Gesellschaft (3. Preis, 300 €).
Verliehen wurden darüber hinaus ein Publikumspreis an den 30-Jährigen Nürnberger Thomas Breitung (Jahresabo der Autorenzeitschrift „Federwelt“) und der Hermann-Kesten-Preis (150 €) an den 25-jährigen Florian Kurz, ebenfalls aus Nürnberg. Breitung überzeugte mit „Perlen“, die Geschichte vom tragischen Ende einer Beziehung, Kurz mit „Magic Carpet Ride“, einem traumhaften Ereignis auf einem Dachboden.
Insgesamt beteiligten sich 84 junge Autorinnen und Autoren aus Mittelfranken am Jubiläumswettbewerb. Die Mitglieder der Hauptjury 2018 waren der Germanist Manuel Illi (FAU Erlangen – Nürnberg), die Autorin Madeleine Weishaupt, der Buchhändler Steffen Beutel, die Lektorin Marion Voigt, die literarische Übersetzerin Ariane Böckler sowie der Kulturredakteur und Lyriker Thomas Heinold (Nürnberger Zeitung).
Die Festrede am 16. Mai 2018 in der Kulturwerkstatt auf AEG hielt Prof. Dr. Hermann Glaser, ehemaliger Kulturreferent der Stadt Nürnberg, ein Grußwort zum Jubiläum sprach Prof. Dr. Julia Lehner, amtierende Kulturreferentin der Stadt Nürnberg.
Alle preisgekrönten Arbeiten erscheinen im August 2018 in der Literaturzeitschrift „Wortlaut 24“.
Siegfried Strassner

29. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden

Den mit 700 € dotierten 1. Preis gewann die 20-jährige Nürnberger Autorin Hanna Quitterer. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Prosatext „Geheimnisse und keine Worte.“ Einfühlsam beobachtet erzählt sie darin vom Kontakt zweier jugendlicher Außenseiter, von verborgenen Wünschen, ungewöhnlichen Talenten und Identitäten abseits der Erwartungen des Mainstreams. Die Autorin beschreibt die anrührende Freundschaft eines Mädchens mit einem Jungen, die bis ins Erwachsenenalter überdauern wird.

Mit 400 € ist der 2. Preis dotiert. Ihn erhielt die 18-jährige Franziska Schnauffer aus Rückersdorf. Mit „Das Parkett der roten Schuhe“ schrieb sie eine atmosphärisch dichte Kurzgeschichte über die Erkrankung eines Mädchens und deren Verarbeitung über einen traumhaften, mysteriösen Tanzball.

Der mit je 200 € dotierte 3. Preis wurde zweimal vergeben: Ausgezeichnet wurde zum einen der 25-jährige Thomas Hauser aus Fiegenstall. In der Kurzgeschichte „Des Fremden Ring“ beschäftigt er sich in einer Thekenszene mit einem geheimnisvollen Fremden, mit dem Wahnsinn und den Abgründen des Lebens. Ebenfalls prämiert wurde die 26-jährige Chiona Hufnagel aus Nürnberg. Ihr existentialistischer Text „Alles ist Unsterblichkeit“ behandelt auf experimentelle Weise die Grundfragen des menschlichen Seins. Der Publikumspreis, ein Jahresabo der Autorenzeitschrift „Federwelt“, ging ebenfalls an Chiona Hufnagel.

Insgesamt beteiligten sich 62 junge Autorinnen und Autoren aus ganz Mittelfranken am Wettbewerb. Die Endjury 2017 setzte sich zusammen aus dem Germanisten Manuel Illi (FAU Erlangen – Nürnberg), der Autorin Madeleine Weishaupt, dem Autor Leonhard F. Seidl, der Lektorin Marion Voigt, der Übersetzerin Ariane Böckler sowie dem Kulturredakteur und Lyriker Thomas Heinold (Nürnberger Zeitung).  Die Festrede hielt Prof. Uli Rothfuss, Rektor der Akademie Faber-Castell.

Alle preisgekrönten Arbeiten werden im August 2017 in der Literaturzeitschrift „Wortlaut 23“ veröffentlicht.

Vom Ohrenschwein, vom Efeu und vom Tod der Großmutter

Preise zum 28. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden wurden verliehen

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 28. Literaturpreises der Nürnberger Kulturläden stehen fest: Den mit 600 Euro dotierten 1. Preis gewann der 27-jährige Nürnberger Autor Thomas Perle. Er überzeugte die Jury mit seiner auch stilistisch außergewöhnlichen Kurzgeschichte „mutterkörper. jedes leben einmal zu ende.“ Im präzise beobachteten Tod der Großmutter erzählt er mit großem Feingefühl ein Stück ungarisch-deutscher, rumänischer und zugleich europäischer Geschichte - geprägt von Flucht, Vertreibung und erzwungener Migration.

Mit 500 Euro ist der 2. Preis dotiert. Ihn erhielt der 24-jährige Nürnberger Emil Rosenberger. Mit „Ohrenschwein!“ schrieb er eine originelle Kindergeschichte über einen Ostberliner Jungen, der mit großem Eifer Autokennzeichen notiert. Durch den latent mitschwingenden Stasi-Verdacht – die Handlung spielt in der Zeit des bereits geahnten Endes der DDR – ist der Text zugleich eine feine Miniatur aus der deutsch-deutschen Geschichte.

Ausgezeichnet wurde auch die 23-jährige Jasinta Langer aus Altdorf. Ihr Text „Ein Bild von Efeu“ ist eine detailreiche und sensible Beobachtung der Pflanze, sowie deren Bedrohung durch den Menschen mit Gartenschere. Dafür erhielt sie den mit 400 Euro dotierten 3. Preis.

Den Publikumspreis - ein Jahresabo der Autorenzeitschrift „Federwelt“ - erhielt Lea Laube. Die 18-jährige Nürnbergerin beteiligte sich mit gefühlvoller, dicht geschriebener Lyrik und Prosa am Wettbewerb.

Insgesamt beteiligten sich 79 junge Autorinnen und Autoren aus ganz Mittelfranken am Wettbewerb. Die Endjury 2016 setzte sich zusammen aus dem Germanisten Manuel Illi (FAU Erlangen – Nürnberg), der Autorin Madeleine Weishaupt, dem Autor Leonhard F. Seidl, der Lektorin Marion Voigt, der Übersetzerin Ariane Böckler, dem Kulturredakteur und Lyriker Thomas Heinold (Nürnberger Zeitung) sowie Günter Körner vom Pegnesischen Blumenorden.

Alle preisgekrönten Arbeiten sowie die Festrede der Würzburger Autorin Ulrike Schäfer werden im August 2016 in der Literaturzeitschrift „Wortlaut 22“ veröffentlicht.

Ausgezeichnete Frauenpower

Preise zum 27. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden wurden verliehen

Beim 27. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden dominierten am Ende die Frauen: Am 20. Mai 2015 wurden im Kulturladen Röthenbach alle Hauptpreise an Nachwuchsautorinnen vergeben. Zehn junge Autorinnen und Autoren konkurrierten im Finale um die begehrten Auszeichnungen, angespornt durch den Festvortrag der Bühnenpoetin Pauline Füg.

Den mit 600 € dotierten 1. Preis gewann die 27-jährige Nürnberger Autorin Lara Sielmann. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Kurzgeschichte „Auf der anderen Seite“, einer präzise beobachteten Skizze aus dem Leben eines Sonderlings. Den mit 400 € dotierten 2. Preis erhielt die 21-jährige Nürnbergerin Sonja Medicus für ihre mit sensiblem Textgefühl verfassten Prosaminiaturen. Je ein mit 250 € dotierter 3. Preis ging an die 24-jährige Erlangerin Karolin Berg für skurrile „Fragmente“ sowie an die 18-jährige Hanna Quitterer aus Nürnberg für ihre engagierte Kurzgeschichte „Verschwinden“.

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